Kopfläuse: Mythos oder Wahrheit?

Kopfläuse: Mythos oder Wahrheit? Es gibt viele Mythen rund um Kopfläuse.

Es gibt viele Mythen rund um die kleinen Plagegeister –und einer davon hält sich besonders hartnäckig: Nämlich dass Kopfläuse schlichtweg ein Zeichen mangelnder Hygiene seien. Das ist falsch! Tatsächlich kann es jeden treffen. Deshalb kommt der Kopflausbefall auch in allen Gesellschaftsschichten vor. Fakt ist allerdings, dass Kinder besonders häufig betroffen sind. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung. Erfahren Sie hier, was wirklich stimmt und welche Gerüchte über die lästigen Tierchen sie einfach vergessen können

  • Kopfläuse sind ein Hygieneproblem

    Kopfläuse sind ein Hygieneproblem

    Das ist falsch!

    Ob die Haare frisch gewaschen sind oder nicht – das ist der Kopflaus herzlich egal. Dennoch hält sich das Gerücht sehr hartnäckig, Kopfläuse seien ein Zeichen für mangelnde Körperhygiene. Wichtig ist, dass schnell eine gezielte Behandlung erfolgt, damit sich die flinken Krabbler nicht weiter ausbreiten. Denn dann können Sie zur echten Plage werden.

    Übrigens: Auch in puncto Haarbeschaffenheit und Haarfarbe hat die Kopflaus keine besonderen Vorlieben.

  • Kopfläuse können springen

    Kopfläuse können springen

    Das ist falsch!

    Kopfläuse können weder springen noch fliegen. Aber sie sind flinke Krabbler. Allerdings ist ein „Haar-zu-Haar-Kontakt“ erforderlich, damit die Läuse von einem Schopf auf den anderen gelangen können. Das ist auch der Grund dafür, dass sie sich überall dort rasend schnell ausbreiten, wo man gerne die Köpfe zusammensteckt: Im Kindergarten, in der Schule und in der Familie.

  • Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen

    Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen

    Das stimmt!

    Mädchen trifft es deutlich häufiger als Jungen. Die Erklärung für diese Beobachtung liegt im geschlechtsspezifischen Verhalten: Mädchen stecken öfter die Köpfe zusammen und umarmen sich häufiger als Jungen das normalerweise tun. Hinzu kommt, dass sie auch meist längere Haare haben und die Tierchen somit bessere Chancen haben, auf den nächsten Schopf zu klettern.

  • Kopflausbefall ist behandlungsbedürftig

    Kopflausbefall ist behandlungsbedürftig

    Das stimmt!

    Wird ein Kopflausbefall festgestellt, gilt die Devise: Rasch behandeln! Setzen Sie möglichst umgehend ein wirksames Anti-Laus-Mittel ein, um den Läusen den Garaus zu machen. Andernfalls breiten sich die Tierchen schnell auf andere Familienmitglieder, Freunde und Spielkameraden aus. Nicht vergessen: Nach etwa acht Tagen ist eine Nachbehandlung erforderlich – denn nur so kann man sicher gehen, dass man auch nachgeschlüpfte Läuse erwischt.

    Mehr zur Behandlung
  • Kopfläuse werden von Haustieren auf den Menschen übertragen

    Kopfläuse werden von Haustieren auf den Menschen übertragen

    Das ist falsch!

    Die kleinen Plagegeister haben sich so gut an den Menschen angepasst, dass sie auf Tieren nicht überleben können. Sie ernähren sich von dem Blut, das sie aus der menschlichen Kopfhaut saugen. Bleibt der Nachschub aus, verhungern sie spätestens nach 55 Stunden. Kein Wunder, dass Kopfläuse ihren Wirt nur äußerst ungern verlassen – deshalb werden sie auch nur sehr selten über Gegenstände wie etwa Mützen oder Kämme übertragen. Der direkte Übertragungsweg von Haarschopf zu Haarschopf ist bei Weitem der häufigste.

  • Kopfläuse übertragen Krankheiten

    Kopfläuse übertragen Krankheiten

    Das ist falsch!

    Hierzulande übertragen Kopfläuse keine Krankheiten. Dennoch: Der Speichel der Tiere, den sie beim Blutsaugen absondern, löst beim Menschen eine Immunreaktion aus. Die Stelle beginnt zu jucken – deshalb kratzt man sich, wenn man Läuse hat. Das ständige Kratzen kann schlussendlich dazu führen, dass sich Partien der Kopfhaut entzünden. Zudem kann es auch leichter zu einer Infektion mit Bakterien kommen. Um das zu verhindern, ist eine rasche Behandlung wichtig. Zudem muss jeder Kopflausbefall zügig behandelt werden, da sich die Läuse sonst schnell auf andere Familienmitglieder und Freunde ausbreiten.

  • Eltern müssen Kita oder Schule informieren

    Eltern müssen Kita oder Schule informieren

    Das stimmt!

    Eltern sind verpflichtet, die Kita- oder Schulleitung darüber zu informieren, wenn ihr Kind Läuse hat. Falsche Scham ist oft eine Ursache dafür, dass sich die Krabbeltiere in der Schulklasse oder Kindergartengruppe rasend schnell verbreiten. Nur wenn alle gemeinsam richtig und konsequent handeln, kann man vermeiden, dass es immer wieder zu einer erneuten Ansteckung kommt. Benachrichtigen Sie unbedingt auch die Eltern der Spielkameraden Ihres Kindes – und suchen sie alle Familienmitglieder gründlich nach Läusen ab.

  • Kopfläuse sind mit bloßem Auge erkennbar

    Kopfläuse sind mit bloßem Auge erkennbar

    Das stimmt!

    Sie sind sehr klein, aber bei genauem Hinsehen gut zu erkennen: Die flügellosen Insekten sind maximal 3 Millimeter groß. Sie haben sechs Beine und sind normalerweise grau. Wenn Sie gerade eine „Blutmahlzeit“ hinter sich haben, färben sie sich leicht rötlich. Läuse können zwar nicht springen, aber sie sind flinke Krabbler. Insofern ist es wichtig, die Haare wirklich gründlich zu kontrollieren. Gut zu wissen: Frisch geschlüpfte Läuse sind deutlich kleiner. Deshalb kann eine Lupe hilfreich sein, um sie zu finden. Die Läuseeier sind nicht einmal einen Millimeter groß und bräunlich bis gräulich gefärbt. Sie kleben fest an den Haaren, in der Regel etwa einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt. Sind die Läuse bereits geschlüpft, bleiben die sogenannten Nissen zurück. Dabei handelt es sich um die weißlich schimmernden leeren Eihüllen, die ebenfalls fest an den Haaren kleben.

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